Wie funktioniert das eigentlich?


... zum leichteren Verständnis

Wer sich über Jin Shin Jyutsu informieren will, hat es oft nicht leicht, wenn ihm ein bestimmter Zugang zu fernöstlicher Weltanschauung fehlt. Denn was für die Menschen dort zum alltäglichen Leben gehört, wirkt auf uns manchmal fremd und unverständlich. Aus diesem Grund versuche ich, Ihnen die wunderbare Kunst des Jin Shin Jyutsu in eigenen Worten nahezubringen:

 

Die Lehre von Jin Shin Jyutsu geht von drei Grund-Voraussetzungen aus.

  • Harmonisch fließende Energieströme können im Körper physische und psychische Selbstheilungskräfte freisetzen.
  • Lebensenergie fließt im Körper auf einem Hauptzentralstrom und zwei Betreuerströmen: Vorne ist die Flussrichtung vom Kopf zu den Füßen, auf der Rückseite des Körpers fließen die Ströme wieder hinauf. Ergänzt werden diese Ströme um Vermittler- und Organströme.
  • Jeder Körper hat zudem je 26 "Sicherheits"-Energieschlösser auf der linken und auf der rechten Körperseite. Sie bilden energetische Zentren am Körper, etwa handtellergroß, und liegen auf unterschiedlichen Energiebahnen. Hier kann der harmonische Energiefluss ins Stocken geraten. Diese 26 Schlösser sind die zentralen Ansatzpunkte für das Strömen.

 

Freie Fahrt für Energie!

Der Hauptzentralstrom steht also für die Grundversorgung unseres Körpers mit Energie. Das bedeutet, dass die Energie ungehindert fließen kann. In jedem Menschen ist die Harmonie für ein ungehindertes Fließen vorhanden – was uns letztlich behindert, können wir selbst aus dem Weg räumen.

 

Die Betreuerströme begleiten den Hauptzentralstrom in der linken und rechten Körperhälfte. Aus ihnen entspringen die diagonalen Vermittlerströme, die unter anderem den Hauptstrom mit den Betreuerströmen verbinden. In der folgenden Verästelung entstehen dann die zwölf Organströme, die – wie der Name sagt – die Organe bilden und mit Energie versorgen. Von ihnen können sich bis zu 144.000 Energiekanäle ausbilden, die diese Versorgung schließlich äußerst differenziert übernehmen.

 

Sie können sich sicher gut vorstellen, was es nach diesem Modell bedeutet, wenn einer der großen Ströme blockiert: Eine solche Unterbrechung kann Auswirkungen auf den ganzen Körper haben.

 

Die Energieschlösser übernehmen die Funktion der Berührungspunkte, an denen wir uns strömen lassen oder selbst strömen. Stellen Sie sie sich als Knotenpunkte oder Kreuzungen vor: Wenn dort nach einem Unfall ein Stau herrscht, hat das Auswirkungen auf viele Nebenstrecken. Wird die Blockade durch das Strömen gelöst, sind die Auswirkungen ebenso weitreichend wie positiv.